Beiträge mit Tag ‘HelmutFX’

ORF optimiert Workflow mit Softwaretool HelmutFX von MoovIT

> PDF DOWNLOAD

 

Der Hintergrund

Österreichs öffentlich-rechtlicher Sender ORF hat seine Zentrale und ein Landesstudio in Wien. Darüber hinaus befindet sich in jedem Bundesland ein weiteres ORF-Landesstudio.

Am Standort ORF Zentrum Wien wird derzeit vorwiegend das ORF-Fernsehen produziert. In den nächsten Jahren soll hier ein Medienzentrum für multimediale Programm-Produktionen für Radio, Fernsehen und Online entstehen.

Das universelle Programmangebot des ORF vermittelt Vielfalt in allen Kanälen und hat einen hohen Qualitätsanspruch.

 

Die Anforderung

Das Expertenteam für die Fernsehproduktion in Wien stand vor der Herausforderung, die Postproduktion von Final Cut auf Adobe Premiere umzustellen. In dem Zusammenhang sollten zum Teil bestehende Workflows erhalten und weiterentwickelt werden.

Adobe Premiere sollte möglichst nahtlos in die bestehende Infrastruktur integriert werden. Die Arbeitsprozesse im Gesamtsystem inklusive Editroom, Archivierung, Content Managementsystem etc. sollten möglichst wenig adaptiert werden müssen.

 

Die Lösung

Das MoovIT-Team hat den ORF-Experten das von MoovIT für Premiere Workflows entwickelte Tool HelmutFX  vorgeschlagen. HelmutFX ist ein modular aufgebautes Programm, das die Produktionssteuerung vereinfacht und automatisiert. Die Arbeitsprozesse werden wesentlich erleichtert.

Im Laufe des Planungsprozesses hat sich herausgestellt, dass neben dem automatisierten Datenim- und -export weitere Module von HelmutFX für den ORF-Workflow interessant sind.

Im Rahmen von Premiere Projekten steuert HelmutFX templatebasisert User Profile und Preferences. Arbeitsplatzbezogene Voreinstellungen werden im Hintergrund verwaltet, komplexe Abläufe werden auf den Nutzer bezogen individualisiert und standardisiert. Dadurch können Fehler vermieden, Strukturen verbessert und Routineprozesse vereinfacht werden.

Durch den modularen Aufbau ist die Investition zukunftssicher. HelmutFX ist erweiterbar und passt sich den ORF-Workflow-Anforderungen auch zukünftig an.

 

Die Implementierung

Im ersten Schritt sind 50 Arbeitsplätze ausgestattet worden, bei denen neue und ältere Hardware parallel genutzt wird. HelmutFX ist so flexibel adaptierbar, dass dies kein Hindernis darstellt.

Im Laufe der Systemumstellung haben sich immer wieder neue Anforderungen und Ideen ergeben. Das MoovIT-Team hat darauf flexibel reagiert, die jeweiligen individuellen Softwareanpassungen waren unproblematisch.

Der Zeitplan für Test und Umsetzung wurde eingehalten.

MoovIT hat den ORF bei Set-up und Umsetzung mit Know-How-Transfer und Beratung begleitet.

 

Die Vorteile

Die automatisierten Such-, Verwaltungs- und Koordinationsfunktionen von HelmutFX haben viele praktische Vorteile:

  • Dateiimport und -export werden vereinfacht
  • Vorselektion des Inhaltes bei Import und Export
  • Strukturierung von Pfaden und Ablageorten
  • Organisierung von Projektfiles und Projekten
  • Sicheres Arbeiten durch Ausschluss von Fehlbedienungen und unbeabsichtigtem Löschen
  • Verwaltung von Lösch- und Cache-Dateien
  • Automatisiertes Backup
  • Automatisierte Namensverwaltung bei Dateientransfer
  • Anbindung an komplette Infrastruktur z.B. für Nachvertonung von Premiere an Pro Tools oder Contentmanagement System über vereinfachte, automatisierte Prozesse
  • Automatisiertes Benennen von Projekten und Files führt zu Ordnungsstrukturen für Dateien und Datenbanken
  • Das Messenging-Tool informiert im Fall von Fehlern oder Havarie
  • Geschwindigkeit und Sicherheit sind im Schnittbetrieb deutlich erhöht worden

 

Weiter lesen

Technische Highlights für die EM-Fußballberichterstattung

> PDF Download

 

Der Hintergrund

Die Fußball Europameisterschaft 2016 in Frankreich ist mit 24 Teams und insgesamt 51 Spielen ein großes europaweites Fußballfest.

Mehr Teams und Spiele als bei den vergangenen Wettbewerben, mehr Technik und mehr Content bedeuten aber auch neue Herausforderungen für die Verantwortlichen für die Broadcasttechnik im Sendezentrum und in den Stadien.
Wie schon bei den Welt- und Europameisterschaften der letzten Jahre ist MoovIT technischer Ansprechpartner und Dienstleister für die passende Hardware und funktionierende Workflows. Das Kölner Team arbeitet dabei eng zusammen mit den Systempartnern EVS, Adobe, HP und Solarflare.

 

Die Anforderung

Bei der EM geht es erneut darum, sofort nach Spielschluss die Highlights des jewei-ligen Spiels mit den markanten Szenen anzubieten. Noch während der laufenden Aufzeichnung  wird mit der Schnittsoftware zentral auf das auf den EVS-Servern ge-speicherte Material zugegriffen, ohne dass Kopier- und Transkodiervorgänge erforder-lich sind. Wachsende Dateien und der umfassende Zugriff auf das Material im gesamten Produktionsprozess setzen einen sehr leistungsfähigen Speicher und eine hervorragende Infrastruktur voraus.

 

Die Lösung

Das von EVS integrierte StorNext-SAN hat sich in den Wettbewerben als zuverlässiges, performantes und schnelles System etabliert.

Die rund 40 Arbeitsplätze für die Berichterstattung im Rahmen der EM 2016 sind mit HP-Rechnern ausgestattet. Die Anbindung jedes Rechners erfolgt über eine 10 Gigabit Glasfaserleitung. Für die Nachbearbeitung werden aus der Adobe Creative Cloud die Schnittprogramme Premiere Pro CC, After Effects und Audition verwendet sowie Prelude für Konformierung und Logging. Darüber hinaus kommt im Grafikbereich verstärkt Maxon Cinma 4D zum Einsatz.
Eine wesentliche Voraussetzung für das Real Time Editing sind schnelle Datentransferraten mit niedriger Latenz. Für den reibungslosen und sofortigen Zugriff auf den Speicher sind die rund 40 HP-Workstations mit Solarflare-10GbE Netzwerkkarten ausgestattet, die über einen Fileserver auf den zentralen SAN-Speicher für die Contentbearbeitung zugreifen.
Die von EVS präferierten Solarflare Netzwerkkarten SFN5162F erfüllen mit zwei 10 GbE Ports, 40 Gbps bidirektioneller Datenübertragung und minimalem Jitter wesentliche Voraussetzungen. Darüber hinaus wird die Workstation CPU von betriebsbedingten Rechenleistungen entlastet, was die Produktivität des Prozessors für die eigentliche Dateibearbeitung erhöht.
Das systemweite Produktionsformat ist AVC-Intra100 in einer Auf-lösung von 1080i50. Das gesamte Material wird unter diesen Vorgaben gespeichert, verarbeitet und ausgegeben, ohne Zwischenformate oder andere Codecs zu nutzen. Steuerung und Verwaltung obliegen einem Content-Management-System, das auf der EVS-Software IP Director basiert.

Für die reibungslose Interaktion zwischen dem EVS-Zentralspeicher und dem Schnittprogramm Adobe Premiere haben die MoovIT Softwareentwickler das standardisierte Tool „Helmut“ entwickelt.

„Helmut“ vereinfacht und beschleunigt die Such- und Verwaltungsprozesse bei der Bearbeitung der Projektdateien. Programmoberfläche und Einstellungen werden an die Erfordernisse der Nutzer angepasst.

 

Die Implementierung

MoovIT unterstützt die Veranstalter im Sendezentrum während der EM bei der Implementierung der Technik und im Support.

Schon während der Spiele werden mit IP Director die Highlights geloggt. Die Logging-Informationen werden über das IP Link for Adobe Panel in den Schnittsystemen so-fort sichtbar. Der jeweilige Editor kann in der Thumbnail-Liste die geloggten Szenen sehen und daraus sofort seinen Schnitt realisieren.

Die Editoren können auf die wachsenden Files auf den EVS-Servern zugreifen, was für eine deutliche Beschleunigung sorgt.

Das Transferieren und Neukodieren von Material ist nicht mehr nötig, da direkt auf den EVS-Speicher zugegriffen werden und Premiere Pro CC das Material nativ verarbeiten kann.

Das Material ist inklusive aller Metadaten auf dem EVS-Server für alle zugänglich und nutzbar. Es ist sicher gespeichert und nicht veränderbar.

 

Fazit

Der beschriebene Workflow ist inzwischen Standard bei der Fußball WM und EM und garantiert extrem kurze Zeitspannen zwischen Spielende und Bereitstellung der Highlight-Schnitte.

EVS, Solarflare, Adobe und MoovIT sind Systempartner und arbeiten als Team für eine Lösung, die auch hinter den Kulissen einer Sport-Großveranstaltung Höchstleistungen ermöglicht.

 

Weiter lesen

Automatisierter HD Workflow für WestCom

> PDF Download

 

Der Hintergrund

Unter dem Dach der 1991 gegründeten WestCom Media Group befinden sich drei innovative und erfolgreiche Medienunternehmen: die WestCom Medien GmbH, die mit eigener TV-Lizenz das Regionalfenster „17.30 SAT.1 NRW“ ausstrahlt; die WestCom Information GmbH, die mit ihrer Storyline-Redaktion Magazinbeiträge und Reportagen für die großen öffentlich-rechtlichen und privaten Sender produziert und die WestCom Broadcast Services GmbH, ein moderner technischer Full-Service Dienstleister für TV-Sender und Unternehmen.

Der Hauptstandort von WestCom ist Dortmund. Es gibt aber auch ein Büro in Düsseldorf, von dort erfolgt vor allem die Berichterstattung aus dem Landtag.

 

Die Anforderung

Die WestCom-Gruppe legt Wert darauf, moderne und qualitativ hochwertige Redaktionsarbeit zu leisten – sowohl bei der aktuellen Berichterstattung als auch bei der Formatentwicklung und bei Auftragsproduktionen.

Seit dem Umzug in das neue Redaktionsgebäude wurde bei der WestCom Medien GmbH der Plan verfolgt, den technischen Workflow zu modernisieren und auf HD umzustellen. Die aktuelle Berichterstattung für das SAT.1 Regionalfenster NRW sollte einfacher, flexibler, automatisiert und schneller gestaltet werden bei garantierter Betriebs- und Ausfallsicherheit. Alles sollte auf die redaktionelle Arbeit ausgerichtet werden, d.h. die RedakteurInnen sind auch gleichzeitig VJs. Sie steuern und bearbeiten den Bericht von Ingest bis Playout. Kameraleute, CutterInnen oder Administrator-Innen sind im Rahmen des Prozesses nicht mehr vorgesehen und stehen flankierend für Sonderaufgaben oder Fragen zur Verfügung. Allerdings kann ein Beitrag die Zuarbeit verschiedener RedakteurInnen erfordern, weshalb dem vernetzten Arbeiten eine wichtige Bedeutung zukommt.

 

Die Lösung

Für den neuen Workflow sollten neue technische Standards (HD) und verbesserte Prozesse (komplett redundantes Speichersystem auf Basis einer Netzwerkinfrastruktur) mit vorhandenen Arbeitseinheiten kombiniert werden.

Die zentrale Einheit ist ein Editshare EFS-Zentralspeicher; ein komplett redundantes – und damit in höchstem Maße ausfallsicheres – System basierend auf zwei Controllern und vier Speichereinheiten mit insgesamt 128 Terabyte Speicherkapazität und angebunden über 10 Gigabyte Ethernet.

Die neue Netzwerkinfrastruktur ermöglicht eine wesentlich einfachere und flexible Einbindung der bestehenden 40 Apple Clients. Das skalierbare System ist offen für zukünftiges Wachstum und die Einbindung weiterer Schnittplätze unabhängig vom Hersteller. Auch das vorhandene Redaktionssystem kann problemlos weiter genutzt werden.

Die im EFS integrierten Flow-Softwareelemente erfüllen die Anforderungen an ein modernes MAM-System. Für die reibungslose Interaktion zwischen EditShare-Zentralspeichern und dem Schnittprogramm Adobe Premiere haben die MoovIT Softwareentwickler das standardisierte Tool „Helmut“ entwickelt, das auch in diesem Workflow zur Anwendung kommt. „Helmut“ ermöglicht die einfache und dynamische Projektverwaltung. Über automatisch zugewiesene Projektnummern und eine klare Ordnerstruktur unterstützt „Helmut“ beim Anlegen, Suchen und Zuordnen von Projekten. „Helmut“ verwaltet darüber hinaus auch die Einstellungen der jeweiligen Adobe Premiere-Nutzer. Das heißt: mit Hilfe von „Helmut“ werden Programmoberfläche und Einstellungen an die individuellen Erfordernisse angepasst.

Die MoovIT-Softwareentwickler haben außerdem Panels für Adobe Premiere erstellt, die den automatisierten Fileingest von XDCAM-Dateien und den Datenexport in die Distribution regeln. Die Bereitstellung der Mediafiles für das Playout (in alle Formate) inklusive Web ist trotz HD schneller als zuvor. Das gilt genauso für die Datenübertragung an die sonstige angeschlossene Infrastruktur wie das Redaktionssystem oder die Archivierung.

Der neue Workflow sorgt dafür, dass sich die RedakteurInnen bzw. VJs voll auf ihre Arbeit konzentrieren können, denn die technischen Prozesse erfolgen hoch automatisiert im Hintergrund.

 

Die Implementierung

Das MoovIT-Team ist von Beginn an beratend an dem technischen und redaktionellen Change-Prozess beteiligt gewesen. Technische  Planung,
Produktberatung, Softwareentwicklung und Support in allen Projektphasen umfassen das Leistungsprofil. Dabei stand die Optimierung der redaktionellen Arbeitsprozesse in HD-Qualität im Fokus. Durch den redundanten und performanten Workflow konnte der Forderung nachhöchstmöglicher Produktionssicherheit beim kollaborativen und vernetzten Arbeiten entsprochen werden. Die Implementierung erfolgte in Anpassung an die vorhandene Technik bei WestCom; dazu gehören die Schnittplätze sowie das Redaktions- und Archivierungssystem.

Die Umstellung des Workflows erfolgte zunächst für die Produktion des SAT.1 Regionalfensters der WestCom Medien GmbH in Dortmund, weitere Schritte sind in Vorbereitung.

 

Die Vorteile

Der technisch komplexe HD-Workflow ist mit einfachen Bedienelementen ausgestattet, deshalb werden aus RedakteurInnen problemlos VJs, die den gesamten Sendebeitrag selber produzieren können.

Das redundante und performante System bietet größtmögliche Flexibilität und Ausfallsicherheit.

Schnelle Prozesse gewährleisten hohe Aktualität. Während eine Live-Sendung bereits begonnen hat, sind aktuelle Beiträge oft noch in der Bearbeitung, dennoch erfolgt die Ausstrahlung „just in time“.

Die von MoovIT entwickelte Software vereinfacht den Workflow so sehr, dass die Fehlerquote um 50% gesenkt werden konnte. Darüber hinaus ist die Administration ebenfalls so vereinfacht, dass mögliche Fehler sehr schnell gefunden und behoben werden. Das ist eine wesentliche Verbesserung.

Obwohl bei WestCom bisher ausschließlich Apple Endgeräte eingesetzt werden, sind auch andere Clients problemlos integrierbar, was für die Zukunft wichtig sein kann.

Die (Büro-) Netzwerkinfrastruktur anstelle von Fibrechannel erleichtert das kollaborative Arbeiten vor Ort und darüber hinaus mit Partnern an externen Standorten. Die Skalierbarkeit des Systems ist offen für Wachstum und Umbau.

Die Stromkosten konnten signifikant reduziert werden.

Weiter lesen

Hier für unseren Newsletter anmelden

Hier für unseren Newsletter anmelden


Pflichtfeld




Pflichtfeld


Pflichtfeld