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VOLLAUTOMATISCHER WORKFLOW FÜR DAS MediaServiceCenter RM IN MAINZ

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Der Hintergrund

Das MediaServiceCenter mit Sitz in Mainz, ist ein unabhängiger Fernsehproduktionsdienstleister und bietet mitten im Rhein-Main Gebiet seit 1999 neben seinen zwei Fernsehstudios auch Dienstleistungen rund um die Erstellung von Magazinbeiträgen, Reportagen, Werbespots oder für ganze Sendungen an. In 2013 fiel die Entscheidung, die bestehende SD Produktionstechnik komplett zu erneuern und auf einen filebasierenden HD Workflow umzusteigen.

 

Die Anforderung

Das MediaServiceCenter forderte hinsichtlich der technischen Qualität, dass der professionelle Broadcaststandard erfüllt werden muss. Um für die Zukunft gerüstet zu sein, wurden Investitionen in die Modernisierung des Workflows beschlossen. Sowohl technischer Anspruch als auch zeitlicher Rahmen waren dabei sehr ambitioniert. Innerhalb von nur fünf Monaten sollte ein vollautomatisierter Workflow in HD für den Programmablauf von der Planung bis zur Ausstrahlung inklusive Content Management-, Redaktionssystem und Archivierung konzipiert werden.

Kurze Vorlaufzeiten, schnelle Bearbeitungsschritte und die 100%ige Sicherung des Sendebetriebs sind für Live-Sendungen essentiell. Die Umsetzung des Projektes erfolgte mit spezialisierten Partnern, wobei den Experten von MoovIT eine übergreifende Schlüsselrolle zukam, da im Vertrauen auf das funktionierende Team kein Generalunternehmer eingesetzt wurde.

 

Die Lösung

Das Gesamtsystem basiert auf der zentralen EditShare FLOW Media Asset Management Plattform in Verbindung mit dem Step2e-Redaktionssystem für die Programmsteuerung. Beide Einheiten müssen für den reibungslosen Sendebetrieb technisch perfekt kommunizieren. Darüber hinaus sind die redaktionellen Arbeitsprozesse so zu organisieren, dass individuelles Arbeiten mit zentralem Zugriff auf das Material möglich ist, unter Berücksichtigung unterschiedlicher Zugriffsberechtigungen.

Die Videoeinspielungen erfolgen über drei Geevs-Server für Studio, Archiv und Direktion. Das ausgewählte Mazarchiv – oder z.B. aktuelles P2 bzw. XDCam Kameramaterial wird in den EditShare Zentralspeicher eingelesen. Über EditShare FLOW werden die Files investiert und unmittelbar für die Nachbearbeitung zur Verfügung gestellt. Insgesamt sind 60 Avid Media-Composer Schnittplätze an das System angeschlossen. Die fertigen Beiträge stehen anschließend zur Sendung bereit und werden automatisch in das Archivsystem überführt. Die langfristige Sicherung erfolgt zusätzlich auf LTO-Bändern.

Neben der Bearbeitung und Sicherung des aktuellen Sendematerials werden alle einmal eingelesenen Mazarchive in den automatischen Archivierungsprozess einbezogen, so dass der zukünftige Zugriff auf archiviertes Material wesentlich schneller, sicherer und einfacher wird. Die Sendeautomationssteuerung und die Archivierung werden über Step2e-Server geregelt. Das Playout wird über den Omneon Harmonisch Playout-Server realisiert. Auch hier kommt der einheitliche AVCIntra100 Codec zum Einsatz.

Für den problemlosen Filetransfer der mit Avid Media-Composer bearbeiteten FLOW OPAtom Files, zu den OP1A Files, die das Step2e-Redaktionssystem und der Omneon Playout-Server erfordern, ist der Vantage Trancode-Server zwischengeschaltet. Trotz unterschiedlicher Filestrukturen können die verschiedenen Systeme perfekt kommunizieren und werden in einen Workflow integriert. Planung, Installation inklusive Abstimmung der Komponenten sowie individuelle Softwarelösungen für den automatisierten File-Transfer sind MoovIT-Leistungen.

 

Die Implementierung

MoovIT ist von der Idee bis zu Umsetzung Projektpartner gewesen. Die gute Zusammenarbeit mit den Partnern Step2e für Contentmanagement- und Redaktionssystem sowie Teltec für die AV-Technik hat es ermöglicht, den ausgesprochen engen Zeitrahmen von nur fünf Monaten einzuhalten. Nach der Übergabe sind die Techniker von MoovIT-Experten eingearbeitet worden, so dass der Betrieb seit dem 1.1.2014 reibungslos läuft. Über Supportverträge dauert die erfolgreiche Zusammenarbeit weiterhin an.

 

Vorteile

Trotz der komplexen Serverstruktur ist es gelungen zuverlässige und vollautomatisierte Workflows zu integrieren, wodurch mehr Zeit für die kreative Gestaltung vorhanden ist. Durch das neue Glasfasernetzwerk, die hochperformanten Server und den einheitlichen Codec AVC-Intra100 konnten die Arbeitsabläufe im Vergleich zum SD Betrieb sogar beschleunigt werden. Die Bearbeitung ist sehr flexibel, so können mehrere Redaktionen an den 60 Arbeitsplätzen unabhängig voneinander auf einer zentralen Plattform arbeiten. Kurzfristige Änderungen der Sendeinhalte sind möglich, was die aktuelle Programmgestaltung unterstützt. Die Archivierung des Sendematerials erfolgt automatisch. Weiteres Archivmaterial kann sukzessive in den Prozess einbezogen werden und steht dauerhaft, schnell und sicher zur Verfügung. Alle Server können ferngewartet werden. Die MoovIT-Experten können eingreifen und bei Problemen sofort reagieren, sodass das Programm nicht beeinträchtigt wird. MoovIT hat zusammen mit den Partnern und ohne Generalunternehmer sehr kurzfristig eine komplexe, zuverlässige und individuelle Lösung für einen vollautomatisierten Sendebetrieb realisiert.

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Der Hintergrund

Ein Beispiel: Im April 2012 hatte sich das Kölner Duo Mrs. Greenbird für die VOX-Show X Facto beworben, am 25. November stand es als Sieger des Sängerwettbewerbs fest. Etliche Stunden Videomaterial wurden von dem Paar während dieser Zeit aufgenommen und als Begleitmaterial zu dem Casting-Event auf nahezu allen TV-Kanälen und etlichen Plattformen im Netz versendet.
Gesichtet und bearbeitet wurden diese Aufnahmen − ebenso wie die von gut 24.000 weiteren Kandidaten − bei der Kölner Produktionsfirma Magic Media Company (MMC). Hier hatten sich der Postproduction Supervisor und sein Team bereits vor dem Ansturm der Datenflut Gedanken gemacht, wie diese schneller und präziser zu bewältigen sei, eine Erweiterung der bestehenden Systeme war unumgänglich.

 

Die Anforderung

Die Masse des Videomaterials sollte parallel an acht Schnittplätzen mit jeweils neun Videosignalen im Multicambetrieb dargestellt werden − es gab aber weder entsprechende Festplattenkapazitäten, noch eine Netzwerk-Infrastruktur, die entsprechend große Datenmengen zwischen Zentralspeicher und den Rechnern übertragen konnte. Neun Cam-Multisplit in XDCAM HD 422 an acht Rechnern, während an zwei Pro Tools Systemen gemischt und an vier weiteren Rechnern eingeladen wurde − das bedeutete, dass zu jedem Zeitpunkt mindestens 78 Ströme gewährleistet werden mussten. Eine vergleichbare Anforderung wäre, einen Ferrari mit 300 Sachen 24 Stunden am Tag, sechs Monate am Stück über die Autobahn zu jagen.
Bei der Systemplanung waren zwei Engpässe zu berücksichtigen: Zum einen die Rechnerleistung um den XDCAM Codec in Echtzeit zu decodieren, zum anderen die Datendurchsätze des Servers und der Rechnerschnittstellen.

 

Die Lösung

Das MoovIT-Team kalkulierte zunächst den Festplattenbedarf: Beim XStream Workflow Director mit drei Erweiterungchassis aus der EditShare XStream Serie liegt die Leistung des Zentralspeichers bei 64 Festplatten, respektive 64 Terabyte Kapazität. Die HP-Hardware (Schnittsoftware: Avid Media Composer) wurde mit einem neu installierten 10GbE Interface aufgerüstet und über Glasfaserkabel mit dem Zentralspeicher verbunden, so dass neun parallel laufende Videoströme problemlos übertragen werden konnten.
Der gesamte Speicher wurde als eine logische Einheit aufgesetzt (Stripeset über alle vier Chassis), um die höchstmögliche Performance aus dem System zu holen. Die tatsächlich erreichte Performance lag mit 90 XDCAM HD 422 Strömen danach sogar über der Anforderungen.

 

Die Implementierung

Da die Produktion schon in vollem Gange war, mussten die bereits eingeladenen Daten (10TB) auf einen zweiten Server gespiegelt werden, um das bestehende System neu zu konfigurieren und die Daten anschließend zurückzuspielen. Der ganze Vorgang wurde innerhalb nur eines Wochenendes erledigt. Die Arbeit der Cutter wurde nicht unterbrochen.
Darüberhinaus lieferte MoovIT die Systemerweiterung für die Postproduktion der VOX-Dokunovela X Diaries mit EditShare Energy in der 3HE Version (16 Festplatten).
Zu Beginn der weiteren Staffel von Deutschland sucht den Superstar (DSDS) galt es schließlich, mehr als 32.000 Videos zu sichten. Dazu richtete MoovIT bei MMC zwölf weitere Schnittplätze und einen weiteren XStream Workflow Director mit drei Erweiterungchassis/64 TB Gesamtspeicherkapazität ein.

 

Die Vorteile

Durch die Möglichkeit, die zueinander gehörenden Videosignale aus der Studioproduktion an bis zu 10 Schnittrechner gleichzeitig im 9 Split Multicambetrieb zu verarbeiten, gelang es, innerhalb von nur 6 Tagen nach erster Aufzeichnung eine komplette Sendung von 140 Minuten fertigzustellen. Ein immenser Zeitgewinn.

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