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Der Kölner Video- und IT-Dienstleister MoovIT hat sich auf Sportgroßereignisse wie die Fußball-WM spezialisiert

VON ROLAND MEURER

Montag, 20. Juli 2015 Kölner Stadt-Anzeiger

 

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Fernsehzuschauer haben sich längst an die effektvolle Berichterstattung bei Sportgroßereignissen wie der Fußball-WM in Brasilien im letzten Jahr oder der Frauen-WM jetzt in Kanada gewöhnt. Zeitlupenwiederholungen, Spielanalysen in der Halbzeit oder Zusammenschnitte der Höhepunkte kurz nach Spielschluss sind nur einige der technischen Herausforderungen, die die verantwortliche Fernsehproduktionsfirma Host Broadcast Services (HBS), eine Tochter der Schweizer Sportrechte-Agentur Infront Sports & Media, zu bewältigen hatte. Zusätzlich werden kurze Clips mit spannenden Spielszenen der Sportevents inklusive Kommentar in verschiedenen Sprachen während des laufenden Spiels für mobile Endgeräte angeboten – eine Aufgabe, die spezielle Lösungen im Video- und Softwarebereich erfordert.

Genau darauf hat sich der Kölner Video- und IT-Dienstleister MoovIT spezialisiert. Das Unternehmen bietet die entsprechende technische Kompetenz, um Arbeitsabläufe an der Schnittstelle von Video und IT zu optimieren. Und so hat MoovIT mit Sitz im Mülheimer Schanzenviertel schon mehrfach Lösungen für den Host-Broadcaster der Fußball-WM und -EM entwickelt. „Wir waren im letzten Jahr mit einem Team von elf Leuten in Brasilien und haben in den jeweiligen Stadien unsere Systeme in Betrieb genommen und bei den Spielen dafür gesorgt, dass der Zusammenschnitt reibungslos funktioniert hat“, erzählt Wolfgang Felix, Geschäftsführer von MoovIT.

 

2012 gegründet

Der 54-jährige Fernsehtechniker und Videospezialist hat lange Jahre in verschiedenen Funktionen für Sony Deutschland gearbeitet, bevor er sich 2012 mit vier gleichgesinnten Kollegen selbstständig machte und die MoovIT GmbH gründete. Mittlerweile beschäftigt das Unternehmen zwölf fest angestellte Mitarbeiter, darunter Vertriebsspezialisten, Software-Entwickler, Ingenieure und Medienkaufleute.

Im Bereich der technischen Dienstleister gebe es kaum ein Unternehmen am Markt, das die Bereiche Video und IT so eng miteinander verbindet, sagt MoovIT-Marketingexpertin Heike Gante. „Die meisten Spezialisten beschäftigen sich entweder nur mit Videotechnik oder nur mit Softwareentwicklung“, so Gante weiter. „MoovIT fasst diese beiden Segmente zusammen“, ergänzt Wolfgang Felix. Der Schwerpunkt liege dabei nicht auf einzelnen Produkten, sondern auf intelligenten und effektiven Komplettlösungen von der Planungsphase bis weit nach Projektabschluss. Das Unternehmen verkauft oder vermietet beispielsweise Equipment zur Aufnahme von Videomaterial, bietet zentrale Speicherlösungen, Schnittplätze zur Verarbeitung des Materials sowie Archivierungssysteme.

In Brasilien stellte MoovIT unter anderem 44 Videoschnittrechner bereit, an denen rund 100 Spezialisten ausgewählte Spielszenen nahezu in Echtzeit schneiden und für die Wiedergabe aufbereiten konnten. Eine weitere Herausforderung bestand darin, innerhalb von drei Minuten nach einem Ereignis wie Tor, Foul oder Elfmeter eine Spielszene von 30 Sekunden Länge in der jeweiligen Landessprache online anzubieten. „Auch dafür haben wir ein spezielles Softwareinstrument entwickelt“, sagt Felix.

Zu den Kunden des rasch wachsenden Kölner Unternehmens gehören Sportveranstalter, aber auch Produktionsfirmen wie i&u TV, unter anderem bekannt durch Günther Jauchs „stern-TV“. MoovIT entwickelte für Jauchz Produktionsfirma spezielle Archivlösungen, um Tausende Stunden Sendematerial zu digitalisieren. Zudem zählen Agenturen, Industrieunternehmen und Sendeanstalten wie etwa der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) zu den Auftraggebern der Firma.

 

Drei Millionen Euro Umsatz

Für den Sender hat MoovIT vor Kurzem, zusammen mit dem USamerikanischen Softwareunternehmen Adobe, im Rahmen eines Pilotprojektes 15 Schnittplätze eingerichtet. Damit sollen die Redaktionsmitarbeiter an allen MDR-Standorten künftig schnell Beiträge für Sendungen und das Online-Angebot produzieren. Mittlerweile macht das Kölner Unternehmen mit Geschäften rund um den Globus insgesamt rund drei Millionen Euro Umsatz im Jahr.

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