Schneller. Präziser. Flexibler.DSDS und X Factor mit maßgeschneiderten EditShare Lösungen von MoovIT

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Der Hintergrund

Ein Beispiel: Im April 2012 hatte sich das Kölner Duo Mrs. Greenbird für die VOX-Show X Facto beworben, am 25. November stand es als Sieger des Sängerwettbewerbs fest. Etliche Stunden Videomaterial wurden von dem Paar während dieser Zeit aufgenommen und als Begleitmaterial zu dem Casting-Event auf nahezu allen TV-Kanälen und etlichen Plattformen im Netz versendet.
Gesichtet und bearbeitet wurden diese Aufnahmen − ebenso wie die von gut 24.000 weiteren Kandidaten − bei der Kölner Produktionsfirma Magic Media Company (MMC). Hier hatten sich der Postproduction Supervisor und sein Team bereits vor dem Ansturm der Datenflut Gedanken gemacht, wie diese schneller und präziser zu bewältigen sei, eine Erweiterung der bestehenden Systeme war unumgänglich.

 

Die Anforderung

Die Masse des Videomaterials sollte parallel an acht Schnittplätzen mit jeweils neun Videosignalen im Multicambetrieb dargestellt werden − es gab aber weder entsprechende Festplattenkapazitäten, noch eine Netzwerk-Infrastruktur, die entsprechend große Datenmengen zwischen Zentralspeicher und den Rechnern übertragen konnte. Neun Cam-Multisplit in XDCAM HD 422 an acht Rechnern, während an zwei Pro Tools Systemen gemischt und an vier weiteren Rechnern eingeladen wurde − das bedeutete, dass zu jedem Zeitpunkt mindestens 78 Ströme gewährleistet werden mussten. Eine vergleichbare Anforderung wäre, einen Ferrari mit 300 Sachen 24 Stunden am Tag, sechs Monate am Stück über die Autobahn zu jagen.
Bei der Systemplanung waren zwei Engpässe zu berücksichtigen: Zum einen die Rechnerleistung um den XDCAM Codec in Echtzeit zu decodieren, zum anderen die Datendurchsätze des Servers und der Rechnerschnittstellen.

 

Die Lösung

Das MoovIT-Team kalkulierte zunächst den Festplattenbedarf: Beim XStream Workflow Director mit drei Erweiterungchassis aus der EditShare XStream Serie liegt die Leistung des Zentralspeichers bei 64 Festplatten, respektive 64 Terabyte Kapazität. Die HP-Hardware (Schnittsoftware: Avid Media Composer) wurde mit einem neu installierten 10GbE Interface aufgerüstet und über Glasfaserkabel mit dem Zentralspeicher verbunden, so dass neun parallel laufende Videoströme problemlos übertragen werden konnten.
Der gesamte Speicher wurde als eine logische Einheit aufgesetzt (Stripeset über alle vier Chassis), um die höchstmögliche Performance aus dem System zu holen. Die tatsächlich erreichte Performance lag mit 90 XDCAM HD 422 Strömen danach sogar über der Anforderungen.

 

Die Implementierung

Da die Produktion schon in vollem Gange war, mussten die bereits eingeladenen Daten (10TB) auf einen zweiten Server gespiegelt werden, um das bestehende System neu zu konfigurieren und die Daten anschließend zurückzuspielen. Der ganze Vorgang wurde innerhalb nur eines Wochenendes erledigt. Die Arbeit der Cutter wurde nicht unterbrochen.
Darüberhinaus lieferte MoovIT die Systemerweiterung für die Postproduktion der VOX-Dokunovela X Diaries mit EditShare Energy in der 3HE Version (16 Festplatten).
Zu Beginn der weiteren Staffel von Deutschland sucht den Superstar (DSDS) galt es schließlich, mehr als 32.000 Videos zu sichten. Dazu richtete MoovIT bei MMC zwölf weitere Schnittplätze und einen weiteren XStream Workflow Director mit drei Erweiterungchassis/64 TB Gesamtspeicherkapazität ein.

 

Die Vorteile

Durch die Möglichkeit, die zueinander gehörenden Videosignale aus der Studioproduktion an bis zu 10 Schnittrechner gleichzeitig im 9 Split Multicambetrieb zu verarbeiten, gelang es, innerhalb von nur 6 Tagen nach erster Aufzeichnung eine komplette Sendung von 140 Minuten fertigzustellen. Ein immenser Zeitgewinn.

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Neue Workflows bei der Fußballberichterstattung

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Der Hintergrund

Sportgroßereignisse wie die Fußball-EM, WM und der Confed-Cup stellen an die Veranstalter, die Verantwortlichen für die Berichterstattung und die Broadcasttechnik höchste Anforderungen. Die öffentliche Wahrnehmung weltweit sowie hohe Investitionen und Lizenzgebühren sind mit großen Erwartungen an die aktuelle und effektvolle Berichterstattung verbunden – was im Hintergrund einen reibungslosen und perfekten Worklow erfordert.

Für den Aufbau, die erforderliche Infrastruktur, die Softwareentwicklung und den reibungslosen Ablauf ist seit 2012 der Kölner Dienstleister MoovIT bei allen Europa und Weltmeisterschaften im Einsatz gewesen. MoovIT stellte dazu bis zu 60 Computerschnittplätze bereit, an denen ca. 100 Fachleute ausgewählte Spielszenen in nahezu Echtzeit schneiden und für die Medienwiedergabe aufbereiten konnten.

Darüber hinaus haben die MoovIT Techniker in allen Stadien der WM in Russland sogenannte Injection Points mit WLAN Anbindung errichtet. Von hier aus konnten die Kamera-Teams den Content per Datentransfer an das zentrale EVS-System im International Broadcasting Center (IBC) übertragen.

 

Die Anforderung

Das Ziel der Host Broadcaster war und ist es, in möglichst kurzer Frist, den Lizenznehmern Highlight-Schnitte der jeweiligen Spiele anbieten zu können, die alle wichtigen, markanten Szenen aus dem gesamten Spielverlauf beinhalteten.

Darüber hinaus werden flankierende Themen und neue Kanäle für die Berichterstattung immer wichtiger. Hierzu gehören zum Beispiel „behind the scene“ – Informationen, ergänzende Fakten und Statistiken, Social Media, Youtube und VR Produktionen. Alle Inhalte der beteiligten Teams sollten über eine technische Plattform geschnitten, organisiert, auf Qualität geprüft, nach Rechten verwaltet und für verschiedene Formate automatisiert weiter gegeben werden. Eine enorme logistische und strukturelle Herausforderung mit Null- Fehler Toleranz durch die Verantwortlichen.

 

Die Lösung

Die zentrale Einheit des Set-up war in Russland wie seit Jahren das Server- und Speichersystem von EVS, geschnitten wurde auf Adobe Premiere Pro CC. Die gesamte Workflowverwaltung und Steuerung erfolgte über MoovITs Software Lösungen. Es wurde in 1080p50 produziert, womit eine bessere Bildqualität als Ausgangsmaterial für die Wandlung in die Zielformate zur Verfügung stand.

Seit der EM 2012 hat MoovIT mit Helmut FX eine Softwarelösung für Adobe Premiere Pro entwickelt, die sich inzwischen als Standard nicht nur in der Sportberichterstattung etabliert hat. Bei der WM 2018 in Russland ist neben Helmut FX auch Helmut IO mit EditShare EFS-450 und Flow sowie Tektronix Aurora Integration im Einsatz gewesen. Helmut IO ist nicht an Premiere Pro gebunden und offen im Zusammenspiel mit dem Adobe Media Encoder. Das neue Tool optimiert und beherrscht In- und Outgest-Prozesse, kann Content transcodieren, Metadaten verwalten oder auch Assets an unter-schiedliche Stellen bewegen und unterstützte während der Spiele die weltweite Contentdistribution. Bei der WM in Russland sind 4.498 Beiträge, das entspricht 19,2 Terabyte oder 100 Stunden produzierter Content durch Helmut IO verarbeitet worden.

Alle User oder Teams, Projekte, Abläufe und Rechte sind in den Helmut-Produkten individuell definierbar und können den Arbeitsabläufen entsprechend zuvor eingestellt werden. Die Zuordnungen sind flexibel und zentral zu steuern. Alle Elemente wie Templates, Presets, Metadaten, MAM-Anbindung etc. können für die Filebearbeitung festgelegt werden.

Neue technische Ideen der Veranstalter wie z.B. die Anbindung weiterer medialer Kanäle (Social Media) an die Berichterstattung und die immer komplexer werdende Rechteverwaltung stellten für die Workflow-Experten bei der WM weitere Herausforderungen dar. Zusammen mit den Partnern wurden neue Lösungen entwickelt, die sich vor Ort unter „Realbedingungen“ bewährt haben.

Dazu gehörten neue Funktionen für die File-Bearbeitung in der „Adobe-Welt“. So ist ein „Make-Still-Button“ für schnelle Social Media Workflows in Premiere Pro CC implementiert worden, um aktuelle Bilder in Photoshop zu öffnen und für Social Media Kampagen wie z.B. Instagram zu nutzen.

Für das Stats and Facts-Team wurde mit einem Motion Grafik Template eine Erweiterung für den direkten Austausch der Daten zwischen Premiere Pro CC und After Effects geschaffen. Es war nun möglich, adaptierbare Elemente in Animationen in After Effects zu definieren und sofort in Premiere für die Berichterstattung anzupassen. Zahlen, Farben, aber auch grafische Elemente wie Flaggen oder statistische Darstellungen zu Einzelspielern wie Tore, gelaufene Distanzen, Ballkontakte etc. waren somit in den Animationen schneller und besser zu bearbeiten und auszuspielen.

Die Rechteverwaltung für Audiotracks in der Berichterstattung wurde durch einen automatisierten Lizenzrechtecheck für Audiotracks erleichtert. Auch dafür hat MoovIT den Workflow überarbeitet.

 

Fazit

Die kurzen Zeitfenster in der Berichterstattung, die der Host Broadcaster von WM und EM umsetzen wollte, wäre ohne die optimierten Workflows nicht realisierbar gewesen. Die WM in Brasilien und in Russland haben gezeigt, dass sich mit der Kombination aus Adobe Premiere Pro CC und MoovIT-Lösungen bei einer Sport-Großveranstaltung auch hinter den Kulissen neue Höchstleistungen umsetzen lassen – bei gleichzeitiger Einsparung von bisher erforderlichen Arbeitsschritten und Speicher-Hardware. Die daraus entwickelten Produkte wie Helmut FX und Helmut IO haben inzwischen auch in anderen Produktionsbereichen Standards gesetzt.

 

 

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Videoschnitt für Journalisten − Pilotprojekt gestartet

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Die Herausforderung

Der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) ist die Landesrundfunkanstalt für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen und Mitglied der ARD. Der Sender bietet für rund neun Millionen Menschen im Sendegebiet ein Fernsehvollprogramm, acht Hörfunkprogramme, Konzerte mit Sinfonieorchester, Rundfunkchor und den einzigen Kinderchor der ARD. Darüber hinaus zeichnet der MDR für erfolgreiche Formate im Ersten verantwortlich und hat die Federführung für den gemeinsamen Kinderkanal von ARD und ZDF. Das Fernseh-Sendezentrum befindet sich in Leipzig. Aus der Hörfunkzentrale in Halle werden die fünf zentralen Radioprogramme MDR INFO, MDR FIGARO, MDR JUMP, MDR KLASSIK und MDR SPUTNIK gesendet. In den drei Landesfunkhäusern in den Landeshauptstädten Dresden, Erfurt und Magdeburg entstehen die jeweiligen regionalen Hörfunkprogramme sowie die Landesmagazine MDR SACHSENSPIEGEL, MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE und MDR THÜRINGEN JOURNAL.
Die schnelle Reaktion auf aktuelle Ereignisse und die zunehmende Bedeutung der Online- und Socialmedia-Berichterstattung sind wichtig für den Erfolg des regionalen Medienunternehmens. Damit verbunden sind ständig neue Anforderungen an Mitarbeiter, Arbeitsprozesse und Technik. Dieser Herausforderung hat sich der MDR mit einem auch für die ARD insgesamt ambitionierten Pionierprojekt gestellt.
Ein neukonzipiertes Redaktionsschnittsystem wird die Redaktionsmitarbeiter aller MDR-Standorte mittelfristig in die Lage versetzen, Beiträge für die Produktion der Sendungen und die Online-Kommunikation unkompliziert und schnell zu erstellen. Bei gleichbleibender HD-Qualität war der Workflow so zu gestalten, dass die Anbindung an die bestehenden Videomanagement- und Datenbanksysteme möglich und die Büroinfrastruktur der Redaktionen nutzbar ist.

 

Die Lösung von MDR, Adobe und MoovIT

Mit dem Ziel, eine effiziente vernetzte Redaktions- und Produktionswelt zu schaffen, die den Programmbereich von A wie Aktuell über Unterhaltung bis Z wie Zeitgeschehen abdeckt, wurden beim MDR im Pilotprojekt zunächst 15 Redaktionsschnittplätze eingerichtet, 11 im Leipziger Sendezentrum und jeweils einer in Halle und den drei Landesfunkhäusern.
Herzstück ist hierbei die Adobe Anywhere-Plattform, geschnitten wird mit Adobe-Premiere Pro. Es handelt sich um reine Redaktionsarbeitsplätze, die Schnittplätze für die klassische Post-Produktion bleiben erhalten.
Die Redaktionsschnittplätze sind an das beim MDR bereits existierende Content Management / Video Production Management System (VPMS) von Arvato angebunden. Die Redakteure können nun mithilfe der von MoovIT bereitgestellten Adobe Premiere Pro Erweiterung direkt auf die vorliegenden sendefähigen Video-HiRes-Dateien zugreifen und diese in ihre Beiträge einarbeiten.
Alle zukünftigen Redaktionsschnittplätze auch in Außenstellen des MDR können über die normale Büroinfrastruktur angebunden werden. Dies ist durch den Einsatz von Adobe Anywhere möglich, was zu signifikanten Einsparungen im Vergleich zu den herkömmlichen Broadcaststrukturen führt. Diese Einsparungen betreffen nicht nur die Einstiegsinvestition, sondern auch die Kosten im laufenden Betrieb. Der Spareffekt steigt noch mit steigender Zahl von Redaktionsschnittplätzen und der Entfernung der Standorte.

 

Die Implementierung

Die Kölner Firma MoovIT, Spezialist für Video-/IT-Lösungen und Systempartner von Adobe war von der Idee bis zur Umsetzung Dienstleister und Partner von MDR und Adobe bei der Hardware- und Softwareplanung. Innerhalb von sechs Monaten wurden die Voraussetzungen für das ambitionierte Projekt geschaffen. Nach erfolgter Installation haben die MoovIT-Experten Systemanpassungen vorgenommen, Software für die Adaption und den Workflow entwickelt und die Voraussetzungen für die leichte und unkomplizierte Nutzung des Redaktionsschnittsystems geschaffen.
Das Besondere: Die Nutzeroberfläche beinhaltet nur die redaktionellen Bearbeitungsschritte, die gesamte technische Steuerung wie die Verknüpfung der Systeme, Dateiverwaltung, Workflowsteuerung etc. erfolgt im Hintergrund und belastet den Redakteur nicht. Das ist insofern wichtig, als die ca. 80-90 Nutzer in der Regel keine Videoschnittvorkenntnisse mitbringen und erst vor Ort geschult werden.
Das neue Redaktionsschnittsystem ist als Pilot zukunftsweisend für den MDR, aber auch für andere öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten. Während es zunächst im Leipziger Sendezentrum zum Einsatz kommt, ist im nächsten Schritt die Anbindung der weiteren Standorte des MDR geplant. Die Anywhere-Plattform ermöglicht in Zukunft darüber hinaus das vernetzte internetbasierte Arbeiten.

 

Die Vorteile

Die Experten beim MDR erwarten durch den Einsatz des neuen Redaktionsschnittsystems mehrere entscheidende Vorteile.

  • Der gesamte Produktionsprozess wird flexibler und beschleunigt. Besonders die Online-Berichterstattung wird von den zusätzlichen Produktionsmöglichkeiten profitieren.
  • Das dezentrale aber vernetzte Arbeiten wird begünstigt, internetbasierte Lösungen sind zukünftig vorstellbar.
  • Adobe Anywhere erfordert lediglich die standardmäßig vorhandene Büro/IT-Infrastruktur. Eine kostenintensive „Broadcast/IT-Infrastruktur“ ist nicht erforderlich. Dadurch werden erhebliche Einsparungen bei gleichbleibend guter Bildqualität realisiert.

André Eydner, Projektleiter MDR, fasst die Ergebnisse des Pilotprojektes folgendermaßen zusammen: Die Zusammenarbeit mit Adobe und MoovIT war hervorragend. In nur sechs Monaten konnten wir unser zukunftsweisendes RSS-Projekt realisieren. Das MoovIT-Team hat dabei die Technik zur Produktionsreife gebracht.

 

 

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MoovIT entwickelt Archivlösung für i&u TV

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Der Hintergrund

Das von Günther Jauch gegründete Produk-tionshaus i&u TV (Information & Unterhaltung) ist bekannt für die Produktion der Formate stern TV, Günther Jauch Polittalk, Die Ultima-tive Chartshow, Die 2 – Gottschalk und Jauch gegen alle, Klein gegen  Groß,  Zeig mir die Welt, 5 gegen Jauch,  Menschen, Bilder, Emotionen u.a.

Die erfolgreiche Geschichte des 1990 gegründeten Unternehmens lässt sich nicht nur an den jahrelangen Quotenhits, preisgekrönten Sendungen und inzwischen 140 Mitarbeitern festmachen, sondern beruht neben der aktuellen Berichterstattung auch auf dem Fundament eines riesigen Archivschatzes, der beständig weiter wächst.


Die Anforderung

Die Experten bei i&u TV erkannten die Notwendigkeit, das umfangreiche Archivmaterial für die Zukunft zu sichern. Hierzu sollte das in unterschiedlicher Form vorliegende Disc- bzw. Band-Material vor dem Verfall geschützt werden. Angesichts immer größer werdender Bestände galt es darüber hinaus, Lagerraum zu sparen und Energiekosten für die erforderliche Raumklimatisierung zu reduzieren. Gleichzeitig sollte für den laufenden Produktionsbetrieb der schnelle und dezentrale Zugriff  auf das Archivmaterial gewährleistet werden, um die Arbeitsprozesse effizienter zu gestalten.

Es wurde eine Lösung gesucht für die sichere Digitalisierung von ca. 15.000 Kassetten und ca. 8.000 Stunden Sendematerial ohne Umkopieren und damit einhergehenden Qualitätsverlust. Ein ambitioniertes und zukunftsweisendes Projekt, für das die MoovIT – Experten eine Lösung entwickelt haben.

 

Die Lösung von MoovIT

Die Archivare bei i&u TV haben bereits Discs und Bänder aller Formate inklusive ID und Metadaten wie z.B. Textinformationen in einer Filemaker Datenbank gespeichert.

Mit der im Folgenden beschriebenen InYourPlace-Systemsteuerung hat MoovIT eine kombinierte Lösung für beide Aspekte der Aufgabenstellung realisiert – die vollautomatisierte Digitalisierung bzw. Archivierung  des Materials und die vereinfachte Suche.

Mit Hilfe von zwei EditShare GEEVs Ingest Servern können bis zu sechs Ingestquellen (zwei mal drei) zeitgleich eingelesen werden. Die Steuerung erfolgt durch das von MoovIT entwickelte InYourPlace-Ingest-Tool. Hier werden den zu archivierenden Inhalten von Discs und Kassetten entsprechende ID und Timecode-Kennzeichen hin-zugefügt. Die Files werden in HiRes vom IYP-Server auf die Strong Box geschoben, wo aus Redundanzgründen 2 LTO-Bänder mit einer Kapazität von jeweils 2,5 Terrabyte (ca. 100 Stunden/Videos) zeitgleich und automatisch erstellt werden. Während das Hauptband im System verbleibt, wird eine Doublette als Backup für die systemextern gesicherte Aufbewahrung über einen Slot ausgegeben.

Parallel zur Digitalisierung generiert der IYP-Server von MoovIT Proxy Dateien für die Vorschau bei der Materialsuche.

Mit dem speziell für i&u TV entwickelten Workflow sollte einerseits dem Wunsch der Redakteure entsprochen werden, das archivierte Material schnell, gezielt und umfangreich nutzen zu können. Andererseits waren die Vorgaben der Archivare zu berücksichtigen; der Prozeß war so zu gestalten, dass der Suchaufwand minimiert und lizenzrechtliche Restriktionen beachtet werden.

Wenn die Redakteure mit der IYP-Lösung zu einem bestimmten Thema Material suchen, setzen sie sich mit den Archivaren in Verbindung. Diese suchen über die filemaker Datenbank die gewünschten Inhalte, finden über IYP-Clients die entsprechenden Proxy-Dateien auf dem IYP-Server und informieren per Mail und Weblink die Redakteure über die entsprechenden Vorschau-Dateien auf dem IYP-Server. Der Redakteur sichtet das zur Verfügung gestellte Vorschaumaterial. Die nicht benötigten Dateien kann er löschen, die ausgewählte Datei kommt in den Warenkorb. Für die weitere Bearbeitung wird die Datei dem Redakteur bzw. Cutter/Editor in HiRes über das Synology NAS (Network Attached Storage) zur Verfügung gestellt.

Die MoovIT InYourPlace-Lösung ist somit das digitale Bindeglied zwischen Editing und  Archivierung. Der Workflow wird wesentlich zeit- und kostensparender und dadurch deutlich effizienter.

 

Die Implementierung

MoovIT war von der Idee bis zur Umsetzung Projektpartner von i&u TV. Die vorhandene Infrastruktur wurde wenn möglich weiter genutzt und um individuelle Komponen-ten ergänzt, wo Anpassungen erforderlich waren. Der gesamte Archivierungsprozess wurde neu konzipiert und um die InYour-Place-Lösung von MoovIT ergänzt. Hard- und Softwareinstallationen sind durch die MoovIT-Experten vorgenommen worden. Training und Begleitung der Anwender bei i&u TV garantieren einen reibungslosen Betrieb sowohl in der Umstellungsphase als auch darüber hinaus.

 

Der Vorteil

Redakteure, Archivare und Geschäftsführung bei i&u TV sind mit der neuen Lösung sehr zufrieden. Das wertvolle Archivmaterial ist für die Zukunft gesichert.

Mehrere klimatisierte Lagerräume für ca. 15.000 Bänder können eingespart oder für andere Zwecke genutzt werden.

Das neue Archiv umfasst einen lediglich ca. 9 qm großen Raum mit 72 LTO-6-Bändern.

Der Aufwand für die Materialsuche konnte sehr deutlich verkürzt werden, und der physische Transport der Bänder vom Archiv zum Arbeitsplatz des Redakteurs fällt dank der InYourPlace-Lösung von MoovIT ganz weg. Die im Fernzugriff mögliche Sichtung des Material erhöht die Aktualität, vermindert den Aufwand, spart Kosten und unterstützt den Produktionsprozess.

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