Automatisierter HD Workflow für WestCom

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Der Hintergrund

Unter dem Dach der 1991 gegründeten WestCom Media Group befinden sich drei innovative und erfolgreiche Medienunternehmen: die WestCom Medien GmbH, die mit eigener TV-Lizenz das Regionalfenster „17.30 SAT.1 NRW“ ausstrahlt; die WestCom Information GmbH, die mit ihrer Storyline-Redaktion Magazinbeiträge und Reportagen für die großen öffentlich-rechtlichen und privaten Sender produziert und die WestCom Broadcast Services GmbH, ein moderner technischer Full-Service Dienstleister für TV-Sender und Unternehmen.

Der Hauptstandort von WestCom ist Dortmund. Es gibt aber auch ein Büro in Düsseldorf, von dort erfolgt vor allem die Berichterstattung aus dem Landtag.

 

Die Anforderung

Die WestCom-Gruppe legt Wert darauf, moderne und qualitativ hochwertige Redaktionsarbeit zu leisten – sowohl bei der aktuellen Berichterstattung als auch bei der Formatentwicklung und bei Auftragsproduktionen.

Seit dem Umzug in das neue Redaktionsgebäude wurde bei der WestCom Medien GmbH der Plan verfolgt, den technischen Workflow zu modernisieren und auf HD umzustellen. Die aktuelle Berichterstattung für das SAT.1 Regionalfenster NRW sollte einfacher, flexibler, automatisiert und schneller gestaltet werden bei garantierter Betriebs- und Ausfallsicherheit. Alles sollte auf die redaktionelle Arbeit ausgerichtet werden, d.h. die RedakteurInnen sind auch gleichzeitig VJs. Sie steuern und bearbeiten den Bericht von Ingest bis Playout. Kameraleute, CutterInnen oder Administrator-Innen sind im Rahmen des Prozesses nicht mehr vorgesehen und stehen flankierend für Sonderaufgaben oder Fragen zur Verfügung. Allerdings kann ein Beitrag die Zuarbeit verschiedener RedakteurInnen erfordern, weshalb dem vernetzten Arbeiten eine wichtige Bedeutung zukommt.

 

Die Lösung

Für den neuen Workflow sollten neue technische Standards (HD) und verbesserte Prozesse (komplett redundantes Speichersystem auf Basis einer Netzwerkinfrastruktur) mit vorhandenen Arbeitseinheiten kombiniert werden.

Die zentrale Einheit ist ein Editshare EFS-Zentralspeicher; ein komplett redundantes – und damit in höchstem Maße ausfallsicheres – System basierend auf zwei Controllern und vier Speichereinheiten mit insgesamt 128 Terabyte Speicherkapazität und angebunden über 10 Gigabyte Ethernet.

Die neue Netzwerkinfrastruktur ermöglicht eine wesentlich einfachere und flexible Einbindung der bestehenden 40 Apple Clients. Das skalierbare System ist offen für zukünftiges Wachstum und die Einbindung weiterer Schnittplätze unabhängig vom Hersteller. Auch das vorhandene Redaktionssystem kann problemlos weiter genutzt werden.

Die im EFS integrierten Flow-Softwareelemente erfüllen die Anforderungen an ein modernes MAM-System. Für die reibungslose Interaktion zwischen EditShare-Zentralspeichern und dem Schnittprogramm Adobe Premiere haben die MoovIT Softwareentwickler das standardisierte Tool „Helmut“ entwickelt, das auch in diesem Workflow zur Anwendung kommt. „Helmut“ ermöglicht die einfache und dynamische Projektverwaltung. Über automatisch zugewiesene Projektnummern und eine klare Ordnerstruktur unterstützt „Helmut“ beim Anlegen, Suchen und Zuordnen von Projekten. „Helmut“ verwaltet darüber hinaus auch die Einstellungen der jeweiligen Adobe Premiere-Nutzer. Das heißt: mit Hilfe von „Helmut“ werden Programmoberfläche und Einstellungen an die individuellen Erfordernisse angepasst.

Die MoovIT-Softwareentwickler haben außerdem Panels für Adobe Premiere erstellt, die den automatisierten Fileingest von XDCAM-Dateien und den Datenexport in die Distribution regeln. Die Bereitstellung der Mediafiles für das Playout (in alle Formate) inklusive Web ist trotz HD schneller als zuvor. Das gilt genauso für die Datenübertragung an die sonstige angeschlossene Infrastruktur wie das Redaktionssystem oder die Archivierung.

Der neue Workflow sorgt dafür, dass sich die RedakteurInnen bzw. VJs voll auf ihre Arbeit konzentrieren können, denn die technischen Prozesse erfolgen hoch automatisiert im Hintergrund.

 

Die Implementierung

Das MoovIT-Team ist von Beginn an beratend an dem technischen und redaktionellen Change-Prozess beteiligt gewesen. Technische  Planung,
Produktberatung, Softwareentwicklung und Support in allen Projektphasen umfassen das Leistungsprofil. Dabei stand die Optimierung der redaktionellen Arbeitsprozesse in HD-Qualität im Fokus. Durch den redundanten und performanten Workflow konnte der Forderung nachhöchstmöglicher Produktionssicherheit beim kollaborativen und vernetzten Arbeiten entsprochen werden. Die Implementierung erfolgte in Anpassung an die vorhandene Technik bei WestCom; dazu gehören die Schnittplätze sowie das Redaktions- und Archivierungssystem.

Die Umstellung des Workflows erfolgte zunächst für die Produktion des SAT.1 Regionalfensters der WestCom Medien GmbH in Dortmund, weitere Schritte sind in Vorbereitung.

 

Die Vorteile

Der technisch komplexe HD-Workflow ist mit einfachen Bedienelementen ausgestattet, deshalb werden aus RedakteurInnen problemlos VJs, die den gesamten Sendebeitrag selber produzieren können.

Das redundante und performante System bietet größtmögliche Flexibilität und Ausfallsicherheit.

Schnelle Prozesse gewährleisten hohe Aktualität. Während eine Live-Sendung bereits begonnen hat, sind aktuelle Beiträge oft noch in der Bearbeitung, dennoch erfolgt die Ausstrahlung „just in time“.

Die von MoovIT entwickelte Software vereinfacht den Workflow so sehr, dass die Fehlerquote um 50% gesenkt werden konnte. Darüber hinaus ist die Administration ebenfalls so vereinfacht, dass mögliche Fehler sehr schnell gefunden und behoben werden. Das ist eine wesentliche Verbesserung.

Obwohl bei WestCom bisher ausschließlich Apple Endgeräte eingesetzt werden, sind auch andere Clients problemlos integrierbar, was für die Zukunft wichtig sein kann.

Die (Büro-) Netzwerkinfrastruktur anstelle von Fibrechannel erleichtert das kollaborative Arbeiten vor Ort und darüber hinaus mit Partnern an externen Standorten. Die Skalierbarkeit des Systems ist offen für Wachstum und Umbau.

Die Stromkosten konnten signifikant reduziert werden.

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